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Telekommunikation

BOS: 35 neue Brennstoffzellensysteme in Baden-Württemberg

Teilprojekt: Demonstration von PEM-Brennstoffzellen-USV zur Netzabsicherung von Basisstationen des BOS-Digitalfunks

 

In Baden-Württemberg wurden für die Einführung des Digitalfunks in Deutschland für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) rund 700 Funkstandorte errichtet. Hinsichtlich der Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit bestehen an diese sogenannte kritische Infrastruktur besonders hohe Anforderungen. Daher hat sich das Land Baden-Württemberg dazu entschlossen, an 35 bedeutsamen und im Winter mitunter schwer erreichbaren Standorten eine stationäre Notstromversorgung durch die Installation von Brennstoffzellensystemen einzurichten.

 

Als Brennstoffzellentyp werden Polymerelektrolytbrennstoffzellen (PEM) eingesetzt. Der Leistungsbedarf an den Standorten liegt im Bereich zwischen 2,0 bzw. 2,5 kW. Die Brennstoffversorgung erfolgt durch den Einsatz von komprimiertem Wasserstoff in Druckgasflaschen. Die Funkstandorte können bei einem Stromausfall damit bis zu 100 Stunden versorgt werden. Durch den Einsatz von Druckgasflaschen ist eine schnelle Nachlieferung von Wasserstoff vergleichsweise unkompliziert möglich.

 

Mit dem Vorhaben soll der Einsatz und Betrieb von Brennstoffzellensystemen im Bereich der sogenannten kritischen Infrastrukturen vorangebracht werden. Zugleich sollen anhand von Feldtests valide und belastbare Daten über die eingesetzten Systeme gewonnen werden, um die Systemhersteller bei der Systemweiterentwicklung zu unterstützen.

 

Das Vorhaben wird aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit ca. 1,4 Mio. € (ca. 48 % des Projektbudgets) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Konsortialführer / Antragsteller: Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Projektpartner: Innenministerium Baden-Württemberg,
Projekt BOS-Digitalfunk
Kunde(n): Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) des Landes Baden-Württemberg
Bundesland: Baden-Württemberg
Ort: Stuttgart
Anwendungsbereich(e): Telekommunikation
Brennstoffzellen-System: Backup Power System
Überbrückungszeit: mindestens 72 Stunden
Nennleistung: 2 kW bis 2,5 kW
Nennspannung: -
Brennstoff: Wasserstoff
Wasserstoff-Vorrat: -
Wasserstoff-Fülldruck: -
Batteriekapazität: -
Inbetriebnahme: 01.10.2014
Laufzeit: 01.07.2013 bis 30.06.2016
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie now